Frauenbeauftragte für den Katholikentag?

Von der Bitte, sich über Prioritätensetzungen in künftigen Bistumshaushalten Gedanken zu machen, berichtet Dorothea Große-Frintrop. Die Sprecherin der Kommission ist als deren Delegierte Mitglied im Diözesanrat, der sich in seiner vergangenen Sitzung mit der Notwendigkeit des Einsparens und einer Umverteilung der absehbar weniger werdenden Finanzmittel im Bistums-Etat befasst hatte. Es wurden von den Frauen Vorschläge diskutiert wie etwa die Möglichkeit einer externen Beratung durch Gutachter -  ähnlich, wie vor Jahren ein solches Unternehmen den Haushaltsplan der Stadt Münster auf Einsparungen und mögliche Synergien untersucht hatte. Zudem wollen die Mitglieder in kommenden Sitzungen eine Überprüfung der bisherigen Prioritäten auf der Grundlage des Diözesanpastoralplans durchführen. Sie wollen dabei vor allem Bedingungen benennen, unter denen Frauen trotz zu erwartender Mittel-Reduzierungen weiter gut im Leben der Kirche mitwirken können.

Die Mitglieder der Kommissions-Arbeitsgruppen berichteten von ihrer Weiterarbeit an den Themen "Frauen in kirchlichen Führungspositionen" sowie  "Diversity - Vielfalt".

Die Anfrage von Annette Frommhold-Merabet, ob es eine Frauenbeauftragte für den in Münster 2018 stattfindenden Katholikentag gebe, wird in der Mai-Sitzung, an der Bischof Felix Genn teilnimmt, mit ihm besprochen. Denn die Kommission würde einen speziell weiblichen Blick auf Angebote und Möglichkeiten für Frauen bei dem großen Ereignis sehr begrüßen.

Die Kommission beachtet auch Probleme der Gegenwart: Die wachsende Zahl von Flüchtlingen, die im Gebiet des Bistums aufgenommen werden, lässt die Frauen besonders danach fragen, was die Kirche speziell für die weiblichen Flüchtlinge tun könne. Welche Maßnahmen brauchen sie? Wie wendet sich Kirche diesen Frauen, Töchtern und Müttern zu? Da offenbar die Schwangerschafts-Beratungsstellen zunehmend mit Flüchtlingsfrauen zu tun haben, möchte die Frauenkommission in einem ersten Schritt dorthin Kontakte aufnehmen mit der Bitte, die Mitglieder aus erster Hand zu informieren und zu beraten.

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