Fragen zur Frauenseelsorge erörtert: Pater Manfred Kollig zu Gast

Pater Manfred Kollig, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, war nach eigenen Worten gerne der Einladung der Bischöflichen Frauenkommission gefolgt, sich mit ihm über seine Bewertung der Kommissions-Empfehlungen zur "Frauenseelsorge in fusionierten Gemeinden" auszutauschen und noch offene Nachfragen zu seiner schriftlichen Beantwortung gemeinsam zu klären.

Der Wunsch der Frauen, eine stärkere Förderung der Geschlechtersensibilität in den verschiedenen  Aus- und Fortbildungen für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verankern, wird von Pater Kollig geteilt und nach Kräften gefördert, soweit es in seiner Verantwortung stehe. Wenn in Pastoralteams keine oder nur einzelne weibliche Hauptamtliche tätig sind, wünscht sich die Frauenkommission eine Einbindung von Frauen, die ehrenamtlich in ihrer Pfarrei engagiert sind. Pater Kollig berichtete dazu von geplanten Modellversuchen, auch nicht-hauptamtliche Frauen und Männer mit Leitungsaufgaben zu betrauen; so würden notwendige Entscheidungen transparenter und akzeptabler, sieht er darin Vorteile.

Bei der Frage einer Frauen-"Quote" von angedacht 30 Prozent in den kirchlich-rechtlichen Gremien wie den Kirchenvorständen oder Verwaltungsausschüssen musste Pater Kollig allerdings auf das Staatskirchenrecht verweisen: "Hier wäre eine Satzungsänderung notwendig, die in allen fünf NRW-Bistümern mit getragen werden müsste", berichtete er den Frauen.

So entschloss sich die Kommission, unterstützt von Pater Manfed Kollig, zunächst rascher zu verwirklichende Schritte anzugehen: So soll in einer Pressemitteilung der Kommission noch vor den anstehenden Kirchenvorstandswahlen und später zur nächsten Gremienwahl in einem Schreiben des Generalvikariates an alle Leitenden Pfarrer auf ein möglichst ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei den Kandidierenden hingewiesen werden.

Weitere Themen der August-Sitzung waren Empfehlungen zur Prioritäten-Setzung in kommenden Bistumshaushalten unter Berücksichtigung von Frauen- und Familienbelangen sowie Überlegungen zu neuen Berufungen in die Kommission für turnusmäßig ausscheidende Mitglieder.

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